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«Warum sind Sie so kirchenfeindlich, Herr Kegebein?»Sie haben mich missverstanden. Wäre ich kirchenfeindlich, würde ich aus der Kirche austreten. Wäre mir die Kirche egal, hätte ich die Instruktion ignoriert. Doch mir liegt sehr viel an der Kirche:
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Ich bin kein Theologe, habe auch nie Theologie studiert. |
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Die Instruktion richtet
sich aber ausdrücklich auch an «alle
christgläubigen Laien». |
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Wenn es die Kirche nicht schafft, einem durchschnittlich gebildeten Laien die Vorschriften und Verbote der Instruktion zu erklären, liegt das Problem bei den Autoren, nicht bei den «christgläubigen Laien». |
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Viele meiner Anmerkungen sind in Frageform gekleidet. Das ist nicht nur ein rhetorisches Stilmittel. Es mag sein, dass der Vatikan gute Antworten auf meine Fragen hat. In der Instruktion habe ich sie jedenfalls nicht gefunden. |
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Ich behaupte nicht,
verbindliche Antworten anbieten zu können.
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Oft ist überhaupt kein theologisches Wissen nötig: So kann z.B. auch ein Laie erkennen, dass das Verbot, die Eucharistiefeier um einen Tisch zu feiern, biblisch nicht begründet ist. |
Wenn ich z.B. im Vorwort der Instruktion die Formulierung «heiligste Eucharistie» als sprachlich und theologisch falsch bemängele, ist das tatsächlich pingelig. Andererseits: Nach kirchlichem Verständnis ist die Eucharistie das Wichstigste im Leben eines Katholiken; von einer Instruktion, die das Wichtigste im Leben von über einer Milliarde (!) Menschen reglementiert, kann ich wohl erwarten, dass auch die Details sorgfältig durchdacht und formuliert werden.
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Letzte Änderung: 17.12.2004